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Bei Windows Phone 7 war eigentlich schon recht früh klar, dass es im Gegensatz zu Windows Mobile kein echtes Multitasking bekommen würde. Zu sehr schielte Microsoft bei der Entwicklung des neuen Betriebssystems in Richtung Apple, dass es nicht verwundert, dass WP7 ein ähnliches Multitaskingkonzept bekommt wie iOS. Microsoft Mitarbeiter Frank Prengel hat jetzt im Windows Phone 7 Blog genauer erklärt, wie Multitasking in WP7 implementiert wird. Demnach werden nur solche Anwendungen parallel laufen können, die bereits in der Auslieferungs-Firmware enthalten sind. Apps, die beispielsweise über den Windows Market Place auf das Handy kommen, werden geschlossen, sobald der Zurück oder Start-Button gedrückt wird. Lediglich Standard-Anwendungen wie Webbrowser, Zune-Player oder die Telefonfunktion laufen im Hintergrund weiter. Mit diesem Konzept möchte Microsoft offensichtlich jede Überbelastung des Handys oder eine zu schnelle Entladung des Akkus vermeiden. Zweifel an diesem Konzept sind aber angebracht, denn gerade Programme wie Skype, ICQ, Fring oder Sozialnetzwerk-Clients sind funktional darauf angewiesen, immer im Hintergrund aktiv zu sein. Statt sich an Apple zu orientieren, hätte Microsoft sich wenigstens das Android Multitaskingkonzept genauer anschauen können, dort funktioniert nämlich Multitasking so wie es soll: der Nutzer entscheidet, wieviele und welche Programme er gleichzeitig geöffnet haben möchte. Die limitierende Komponente ist dabei die Hardware bzw. der Speicher und nicht das Betriebssystem.
