In Windows Phone 7 wird es für Handyhersteller nicht mehr so einfach sein, eigene Benutzeroberflächen über das Kern-OS zu legen, wie es beispielsweise HTC mit Sense extensiv vorgemacht hat. Dennoch sieht Drew Bamford, bei HTC zuständig für HTC-Sense, noch genügend Raum für herstellerspezifische Anpassungen, um dem User ein spezielles Nutzererlebnis zu vermitteln. Bamford gibt aber zu, dass Microsoft in Windows Phone 7 die Kernfunktionen des Betriebssystems vor Anpassungen geschützt hat, er sieht aber trotzdem noch genug Möglichkeiten auch auf Softwareebene innovativ zu sein. Sense wird in WP7 nicht so tief in das System integriert sein wie in Windows Mobile 6.5, wo HTC die Kernfunktionen des Betriebssystems durch eigene Anwendungen ersetzt hat. Auch wenn es HTC zukünftig nicht mehr möglich sein wird, Funktionen des Betriebssystems komplett zu ersetzen, wolle man das OS aber um neue Funktionen und Features ergänzen, so Bamford. Dies sei in WP7 weiterhin möglich. Bei Android 3.0 (aka Gingerbread) gibt es eine ähnliche Entwicklung. Google plant, das Benutzerinterface in Gingerbread so aufzupolieren, dass für Hersteller kein Grund mehr besteht, durch Eigenentwicklungen umfassend in das System einzugreifen. Bamford glaubt aber nicht, dass Google für Gingerbread Herstelleranpassungen vollkommen ausschließen wird. Wie sieht nun die Zukunft von Sense aus? Zur Zeit liegt der Focus von Sense auf soziale Netzwerke. Zukünftige Versionen sollen es dem User verstärkt ermöglichen, Medien, Videos, Bilder usw. untereinander auszutauschen. Dieser Prozess hat auch schon begonnen. Beim HTC Wildfire kann der User seinen Freunden über ein spezielles Widget Apps empfehlen und anbieten. Außerdem will HTC die Anbindung der Handys an die Datenwolke (Cloud) verbessern, so dass Nutzer immer und überall Zugang zu Daten in der Cloud bekommen können.
Quelle: Forbes
