Der taiwanesische Smartphonespezialist HTC ist offenbar nicht mehr an einem Kauf des angeschlagenen US Handyherstellers Palm interessiert. Wie Reuters berichtet, sind für HTC die Synergieeffekte eines Kaufs zu gering, als dass sich ein Kauf für HTC lohnen würde. HTC habe die Geschäftszahlen von Palm analysiert und sich anschließend gegen den Kauf entschieden. HTC war in den letzten Wochen immer wieder als Favorit für eine mögliche Übernahme von Palm genannt worden. Als potentieller Käufer bleibt jetzt nur noch der chinesische Computerhersteller Lenovo übrig. Die ebenfalls als Interessenten gehandelten Unternehmen ZTE und Huawei sind mittlerweile auch abgesprungen. Besonders Lenovo gilt aus aussichtsreicher Kandidat, zumal Lenovo erst kürzlich seine vormals abgestoßene Mobilfunkdivision zurückgekauft hat.
Palm-Chef Jon Rubinstein glaubt aber nach wie vor an einer Gesundung von Palm und dass ein Verkauf nicht zwingend notwendig sei. Rubinstein verwies gegenüber der Financial Times auf Barreserven in Höhe von 592 Millionen US-Dollar, die es dem Unternehmen erlauben, ohne Zeitdruck wieder in die Gewinnzone zu kommen. Rubinstein erklärte weiter, dass Palm eine Reihe von interessanten Neuentwicklungen in der Pipeline habe, machte aber dazu keine näheren Angaben.
